Termine

 St. Laurentius, Deißlingen - Pfarrgasse 11
Tel.: 07420 93090 Ÿ Fax: 07420 93092
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www.katholische-kirche-deisslingen.de

 

GEMEINSAME
BEKANNTMACHUNGEN

 

 

Das Pfarramt bleibt diese Woche
am Dienstagnachmittag, Mittwoch und Donnerstag geschlossen!

 

Die Bücherei im kath. Gemeindezentrum
ist wie folgt geöffnet: Dienstags von 16.00 – 18.00 Uhr.
Während der Pfingstferien bleibt die Bücherei geschlossen!!

 

Beerdigungsdienst in der Woche ab 28. Mai 2018: Pfarrer Edwin Stier

 

 

 

Liturgische Gewänder
Die Erstkommunionkinder tragen an Fronleichnam nochmals die liturgischen Gewänder.
Danach bitten wir Sie, diese im Pfarrbüro – zusammen mit der Leih- und Reinigungsgebühr in Höhe von 15 € – zu den jeweils angegebenen Öffnungszeiten abzugeben. Bitte bis spätestens 17. Juli 2018!

 

 

 

Fronleichnam – Unterstützung gesucht!!
Liebe Gemeindemitglieder, fürs Blumenteppichlegen werden dringend noch fleißige Helfer gesucht!! Wer Lust hat, sich dem Team der Blumenteppichleger/innen anzuschließen, darf sich gerne bei Karin Schmeh, Tel: 2510 melden, gerne auch per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auf dem Pfarramt, Tel: 93090. Wir freuen uns über alle, die uns unterstützen möchten!!

 

 

 

Frauengemeinschaft – Treffpunkt für Frauen
Motivauswahl:
Wer Ideen hat für Motive, bitte bei Karin Schmeh, Tel. 2510  melden, gerne auch per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .
Bei Fragen bitte an Silvia Emminger wenden, Tel.: 2454.
Wir treffen uns am Montag, den 28.05.2018 ab 15.00 Uhr bei der Familie Bodmer, Schützenstraße 54 zum Legen der Konturen und am Mittwoch, den 30.05.2018 ab 14.30 Uhr zum Blumenzupfen im kath. Gemeindezentrum. Anschließend Blumenteppich legen bei Familie Bodmer. Für Blumen aus Ihrem Garten, die Sie entbehren können, würden wir uns sehr freuen. Es werden – wie immer – sehr viele fleißige Hände gebraucht.

 

 

 

Fronleichnam
Zur Feier des Fronleichnamsfestes am Donnerstag, 31. Mai 2018 laden wir die ganze Gemeinde herzlich ein.
Wir beginnen mit der feierlichen Eucharistiefeier um 10.00 Uhr in der Kirche, anschließend findet dann die Prozession statt.

 

Prozessionsweg:
Von der Kirche aus in die Stauffenbergstraße, Niedereschacher Straße (1. Altar bei Irmgard und Wolfgang Zepf, Niedereschacher Straße 3). Dann weiter in die Schützenstraße bis zur Familie Bodmer (2. Altar). Danach ein Stück Schützenstraße zurück in die Schillerstraße, Uhlandstraße. Wir überqueren die Schulstraße, in die Pfarrgasse und von dort gehen wir wieder zurück in die Kirche. An den beiden Altären halten wir eine kleine Andacht und bitten mit dem eucharistischen Segen um Gottes Schutz und Gnade für unsere ganze Gemeinde. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch dieses Jahr Ihre Häuser wieder schmücken könnten.

 

Die Erstkommunionkinder kommen nochmals in den liturgischen Gewändern.

 

 

 

KEB St. Laurentius Deißlingen
Film: Heilige BernadetteLourdes
Das wunderbare Geschehen um die Hirtenkinder in Lourdes fand seinen Höhepunkt in der Heiligsprechung der Bernadette Soubirous. 18 Marien- Erscheinungen lösten eine gigantische Pilgerbewegung aus und ziehen heute noch viele Hilfesuchende und Hoffende an. Nach dem Buch von Franz Werfel „Das Lied von Bernadette“ entstand ein Film, der die Geschehnisse im Jahr 1858 beschreibt. Nach dem Film wird Pfarrer Stier die Diskussion leiten.

 

Termin:       Donnerstag, 07. Juni 2018, 20:15 Uhr
Ort:             Kath. Gemeindezentrum Deißlingen

 

 

 

Ökumenischer Cafétreff Lauffen
Vorhinweis: Am Donnerstag, 21. Juni 2018, treffen wir uns um 13.30 Uhr beim „Treff“ in Lauffen und deißlinger Teilnehmerinnen um 13.45 Uhr an der Ringzughaltestelle Deißlingen Mitte zur Fahrt zum Zollhaus in Villingen-Schwenningen. Wir werden dort im Café Hildebrand einkehren. TeilnehmerInnen die sich noch nicht angemeldet haben bitten wir dies umgehend zu tun, da wir die Fahrkarten für alle Mitfahrenden besorgen müssen (Telefon 36 92). Von Lauffen nach Deißlingen und zurück fahren wir mit Privat-PKW.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kindergarten St. Josef - Lauffen 

Konzeption: Stand Oktober 2017

1.Vorwort des Trägers

Wir können, dürfen und wollen im Kindergarten nicht die Erziehung der Kinder in ihren Familien ersetzen. Aber wir können, dürfen und wollen Eltern in der Erziehung unterstützen, entlasten und begleiten. Und wir wollen alles daran setzen, dass die Kinder sich im Kindergarten und in der Krippe geborgen fühlen und sich frei entfalten können. Dies ist meiner Meinung nach eine der schönsten Aufgaben, die es überhaupt gibt.

 

Ich bedanke mich bei den Eltern, insbesondere auch beim Elternbeirat für die Bereitschaft, sich für die neue Konzeption zu öffnen und sie mitzutragen. Ich bedanke mich beim Team der Erzieherinnen, die hoch motiviert ihre Stärken und Fähigkeiten in die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzeptes einbringen. Und ich bedanke mich besonders bei unserer Kindergartenleiterin Frau Beate Heirich, die zusammen mit  Landesverband, Kirchengemeinderat, Team und Elternbeirat, das erweiterte, pädagogische Konzept entwickelt hat. Nach einem Jahr der praktischen Umsetzung sind die Früchte ihrer Arbeit nun deutlich zu sehen. Der Hintergrund des neuen pädagogischen Konzeptes ist das christliche Menschenbild. Seine Kernaussage ist und bleibt: Das Kind im Mittelpunkt unserer Arbeit. Bleiben wir weiter dran, damit unser Dienst zum Wohl der Kinder gelingt.

 

Pfarrer Edwin Stier

 

 

 

 

 

2.Vorwort der Einrichtungsleitung

 

Seit November 2014 ist es mir ein Anliegen, das Kindergarten/ Krippenmotto:

 

WIR ÖFFNEN TÜREN UND GEHEN GEMEINSAM

 

in enger Kooperation mit Team, Träger und Kirchengemeinde in unserer kindorientierten Bildungsreinrichtung zu verankern.

 

 

 

Wichtig in meiner täglichen Arbeit ist mir eine Aussage von Prof. Huppertz, der entscheidend an der Entstehung des Orientierungsplanes beteiligt war:

 

 

 

Jeder Platz muss ein guter Platz sein!

 

 

 

So soll auch jedes Kind in unserer Einrichtung einen Platz finden, an dem es sich entfalten und seine Persönlichkeit entdecken kann, an dem es seinen Interessen nachgehen und Freundschaften schließen darf und auf dem es durch vielfältige Erfahrungen und Begegnungen seinen Weg gehen kann.

 

Doch was muss eine Einrichtung bieten, um Kinder in ihrer Ganzheitlichkeit zu fördern, um Kindern ein vielseitiges Erfahrungsumfeld und wertschätzende Begegnungen zu ermöglichen?

 

Durch intensive Gespräche, Planungstage, interne und externe Fortbildungen und die tägliche Arbeit und Begegnung mit den Kindern und ihren Eltern ist es uns gelungen im November 2016 den Schritt in eine qualitativ hochwertige, pädagogische Richtung zu gehen. Durch die Teilöffnung der bisherigen Gruppen arbeiten wir nun in verschiedenen Funktionsräumen nach dem Situationsansatz, orientiert am Rottenburger Kindergartenplan, sowie am Orientierungsplan für baden-württembergische  Kindertageseinrichtungen.

 

 

 

Ich freue mich sehr, mit einem hochmotivierten Team an meiner Seite ständig an der qualitativen Weiterentwicklung sowie der pädagogischen und inhaltlichen Gestaltung unserer Gesamteinrichtung zu arbeiten.

 

 

 

Lauffen, Oktober 2017              Beate Heirich (Gesamtleitung und Qualitätsmanagement)

 

 

 

3.Vorstellung der Einrichtung

 

3.1 Geschichte

 

Der Kindergarten St. Josef wurde im Jahre 1957 zunächst eingruppig erbaut und eröffnet. 1976 kam dann wegen steigender Kinderzahlen die zweite Gruppe dazu. Durch An- und Umbaumaßnahmen erweiterte die Kirchengemeinde ihren Kindergarten in den vergangenen Jahren zu einer fünfgruppigen Einrichtung, mit einer Platzkapazität für fast 100 Kinder. Mit 3 Kindergartengruppen für Kinder ab 2 Jahren und 9 Monaten bis Schuleintritt und zwei Krippengruppen für Kinder ab 1 – 3 Jahren ist der St. Josefkindergarten die größte Einrichtung in der Gesamtgemeinde Deißlingen.  Träger ist die kath. Kirchengemeinde St. Georg in Lauffen.

 

 

 

 

 

3.2 Geografische Lage/ Einzugsgebiet

 

Inmitten des Ortskerns, nahe bei Kirche und Gemeindetreff liegt der Kindergarten/Kinderkrippe St. Josef. Der freie Blick von Seiten der Brückstraße lässt kaum vermuten, dass hier so eine große Einrichtung, samt großzügigem Außengelände mitten im Wohngebiet Platz gefunden hat.

 

Einzugsgebiet unserer Einrichtung ist das gesamte Dorf Lauffen, ein traditionsbewusster, überwiegend katholischer Ortsteil der Gemeinde Deißlingen im  Landkreis Rottweil. Viele Einwohner und Familien kennen sich untereinander und pflegen private Kontakte oder sind durch Vereinsarbeit wie Musikverein, Sportverein oder Narrenzunft miteinander verbunden. Familien aus Deißlingen haben ebenfalls die Möglichkeit, ihre Kinder in unserem Kindergarten anzumelden. In der Krippe werden momentan Kinder aus der Gesamtgemeinde Deißlingen – Lauffen aufgenommen.

 

Nicht weit vom Kindergarten entfernt ist die Grundschule mit ihrem Schwerpunkt „bewegte Schule“. Ebenfalls gut zu Fuß zu erreichen sind zwei Spielplätze, die den Kindergartenkindern, sowie den größeren Krippenkindern Abwechslung vom eigenen Garten versprechen. Viele unserer Kinder wohnen im Eigenheim und haben einen Garten zum Spielen. Der Migrationsanteil in Lauffen ist relativ gering, pro Gruppe betreuen wir ca. 2-3  Kinder aus nicht deutschsprechenden Familien.

 

 

 

 

 

4.Rahmenbedingungen

 

4.1 Innenräume

 

Betritt man den Kindergarten, befindet man sich gleich im Mittelpunkt und Begegnungspunkt des täglichen Lebens - unserer Garderobe. Hier finden bei voller Belegung knapp 80 Kinder einen Garderobenplatz. Vom Hausgang aus, gehen die verschiedenen Räume und Nebenzimmer ab. Das Büro liegt zentral am Eingangsbereich und ist bei Anwesenheit der Leitung jederzeit für Kinder, Eltern und Team geöffnet. Der Hausgangsbereich bietet einen offenen Blick in unser Bistro.

 

Betritt man durch einen gesonderten Eingang unsere Krippe lädt der helle offene Flur zum Eintreten ein. Linker Hand befindet sich die Garderobe für 20 Krippenkinder, sowie ein gesonderter Aktionsraum, der sowohl von den Kindergarten – als auch von den Krippenkindern genutzt wird.  Rechter Hand befinden sich Teamzimmer, Materialraum und Toiletten. Der eigentliche Krippenbereich umfasst zwei Gruppenräume mit angrenzenden Schlafräumen und eine großzügige Küche.

 

 

 

Kindergarten und Krippe sind durch einen der Nebenräume des Kindergartens miteinander verbunden. Eltern benutzen beim Bringen der Kinder die verschiedenen Hauseingänge.

 

 

 

 

 

4.2 Außengelände

 

Unser Außengelände bietet unseren Kindern genügend Platz zur Bewegung. Ausgestattet ist der Garten mit zwei Schaukeln, einer Ritterburg zum Klettern, drei verschieden hohen Reckstangen, zwei Sandkästen, einer Baustelle, einer Matschanlage mit Wasserpumpe und einer Rutsche. Ein Tipi (momentan von den Kindern eingerichtet als Restaurant) lädt zum Rollenspiel, eine Matschküche zum Matschen und Kochen ein. Vier kleine Gartenbeete werden von den Kindern gepflegt. Der Hartplatz eignet sich zum Fahren mit verschiedenen Fahrzeugen und der kleine  Hügel wird im Winter zum Schlittenhang.

 

Die Krippenkinder haben einen kleinen Bereich, der auf einer Seite durch Sträucher vom Garten der Kindergartenkinder abgetrennt ist. Hier befindet sich eine kleine Nestschaukel, eine Rutsche und ein Sandkasten. Ein Kletter – Spielschiff animiert die Kleinsten zur aktiven Bewegung. Umfasst ist der gesamte Außenbereich mit einem Jägerzaun. Ein kleiner Fußweg verbindet Wohngebiet und Kindergarten.

 

 

 

 

 

4.3 Öffnungszeiten/ Schließtage/ Ferienbetreuung

 

Im Kindergarten werden den Familien drei verschiedenen Betreuungszeiten angeboten.

 

a). Mo – Fr: 8.00 – 12.00 und Mo – Do 13.30 –16.00 Uhr

 

b). Mo – Fr: 7.30 – 12.30 und 2 Nachmittage

 

c). Mo – Fr: 7.00 – 13.00

 

In der Krippe haben die Familien eine Betreuungszeit.

 

a). Mo – Fr: 7.00 – 13.00 Uhr

 

 

 

In den Pfingstferien bleibt der Kindergarten 1 Woche, sowie in den Sommerferien 3 Wochen geschlossen.

 

In den Sommerferien haben Eltern die Möglichkeit ihr Kind in der 3. Ferienwoche zur Ferienbetreuung anzumelden. Diese Ferienbetreuung findet im jährlichen Wechsel in einer der vier Einrichtungen der Gesamtgemeinde Deißlingen statt.

 

Zwischen Weihnachten und Neujahr bleibt die Einrichtung geschlossen. Je nach Kalenderjahr bleiben ebenfalls bis zu 2 Brückentage im Jahr geschlossen.

 

Den Ferienplan erhalten die Eltern immer zum Ende des Jahres für das neue Kalenderjahr.

 

 

 

4.4 Essensversorgung

 

Zwischen 13.00 Uhr und 13.30 Uhr ist die Einrichtung komplett geschlossen, d.h. alle Kinder gehen zum Mittagessen nach Hause. Als Zwischenmahlzeit bringen die Kinder von zu Hause ihr eigenes Vesper mit. Getränke erhalten die Kinder in der Einrichtung. Im Hausgangsbereich des Kindergartens steht ein Wassersprudler, an dem sich die Kinder selbständig während der gesamten Kigazeit bedienen können. Die Gläser kennzeichnen die Kinder mit einer Glasmarker in Form von verschiedenen Tieren und Farben. Sortiert werden die Gläser auf einem Regal mit drei Etagen. Dort sind in den gruppenfarben Unterlagen ausgelegt, auf denen die Kinder je nach Gruppe ihre Gläser abstellen. Zum Essen im Bistro benützen die Kinder ein frisches Glas. Täglich gibt es zur Vesperzeit frisches Obst und Gemüse, sowie Milch und Käse,  finanziert über das Schulfruchtprogramm.

 

 

 

4.5 Personal

 

In der Gesamteinrichtung arbeiten momentan  14 pädagogische Fachkräfte in Voll – und Teilzeitarbeit mit einem Gesamtbeschäftigungsumfang von 1110 %. Davon entfallen 400% auf die Krippe, die restlichen Prozente werden in der  Kindergartenarbeit eingesetzt.

 

Eine Krankheitsvertretung springt in der Krippe sofort und im Kindergarten bei längeren Fehlzeiten des festangestellten Personals ein.

 

Ergänzend beschäftigt die Kirchengemeinde  zwei Reinigungskräfte mit insgesamt  17 Stunden pro Woche und einen Hausmeister (Honorarbasis).

 

 

 

 

 

5.Unsere Philosophie

 

5.1 Unser Bild vom Kind

 

Das Kind mit all seinen Fähigkeiten, Stärken, Interessen und Begabungen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.

 

Die individuelle Entfaltung und Entwicklung der Persönlichkeit, sowie die partnerschaftliche Beziehung zwischen Team, Kindern und Eltern trägt zur Bereicherung aller sozialen Gruppierungen bei. Durch die Förderung der Eigenverantwortung lernt das Kind, sich, sein Spiel und seine Aktivitäten zu organisieren. Es kann seine eigenen Stärken einbringen und für sich und andere einstehen. Die vielen Individuen in unserem Kindergarten, seien es Kinder, Eltern oder Erzieherinnen, bringen durch ihre eigene Persönlichkeit großes Potenzial zum gegenseitigen Lernen und Erfahren mit.

 

Unsere Pädagogik gestaltet sich mit dem Schwerpunkt:

 

 

 

Durch die Stärkung der Stärken

 

werden die Schwächen geschwächt

 

 

 

Seit November 2016 arbeiten wir nach dem Situationsansatz. Wir schaffen individuell angepasste Lernsituationen, die dem Interesse des Kindes entsprechen. Auf spielerische Weise sollen die Kinder die Welt erkunden. Wir möchten die Kinder unterstützen, Entscheidungen zu treffen, und sie anregen, Handlungen selbständig zu bewältigen.

 

Die bewusste Gestaltung von Räumen wird heute wichtiger denn je. Oft müssen sie natürliche Spielorte ersetzen. Nur so können Kinder vielseitige Erfahrungen sammeln, die sie für eine gesunde Entwicklung brauchen.

 

Die ehemaligen Gruppenräume wurden geöffnet und verschiedene Funktionsbereiche entstanden. Jede Erzieherin konnte ihre eigenen Stärken und Begabungen in das neue Konzept miteinbringen.

 

Gerade durch die Arbeit in den Funktionsräumen ist es möglich, dass die Kinder sich ihrer eigenen Interessen bewusst werden, in ihrem Themenbereich weiter kommen und sich weiter entwickeln können.

 

 

 

5.2 Rolle der pädagogischen Fachkraft

 

Die Rolle der pädagogischen Fachkraft sehen wir darin, für die Kinder begleitende, anregende und unterstützende Partnerin zu sein. Wie schon Maria Montessori sagt, möchten wir Kinder darin unterstützen, Dinge „selbst zu tun“, selbst zu be „greifen“ und zu erleben. Damit das Kind in seiner Entwicklung wachsen kann, möchten wir ihm immer wieder neue Herausforderungen bieten, an denen es sich erproben kann. Wir möchten die Entwicklung der Kinder aktiv begleiten. Mit Kinder lernen und von Kindern zu lernen ist sicher die schönste Art Lernen zu lernen. Wir möchten mit den Kindern staunen und erleben und auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Wir sehen die Kindergartenarbeit als unterstützend und familienergänzend. Durch Beobachtung und Reflexion gestaltet sich unser pädagogisches Handeln. Nur wenn wir selbst die Welt mit den Augen der Kinder sehen, können wir uns auf eine Ebene mit den Kindern begeben und miteinander lernen. Wir möchten in unserer Einrichtung eine Welt gestalten, in der die Kinder sich ihren Alltag selbst erschließen können. Dazu brauchen sie uns als verlässliche Bezugsperson, die Vertrauen und Sicherheit vermittelt.

 

 

 

 

 

 

 

5.3 Verständnis von Bildung und Erziehung

 

Die Bildungsbiographie eines Menschen beginnt nicht erst mit der Geburt. Bereits im Mutterleib werden erste Grundlagen gelegt. Kinder sind von Geburt an hochmotivierte Lernende.

 

Die Stärkung frühkindlicher Bildung und Erziehung in Familie und Kindergarten ist die Voraussetzung für mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung von Bildungschancen und der Schlüssel dazu, dass keine Begabung ungenutzt bleibt.Bildung meint die lebenslangen und selbsttätigen Prozesse zur Weltaneignung von Geburt an. Bildung ist mehr als angehäuftes Wissen, über das ein Kind verfügen muss. Kinder schaffen sich ihr Wissen über die Welt und sich selbst über ihre eigenen Handlungen. Kindliche Bildungsprozesse setzen verlässliche  Bindungen zu Erwachsenen voraus. Bildung ist soziale Interaktion. Der Entwicklungsprozess eines Kindes wird natürlich durch die biologisch bedingte Reifung von Organen und Funktionen, aber auch durch unterschiedliche Lernerfahrungen bestimmt. Es sind die eigenen Handlungen, über die sich ein Kind ein Bild von der Welt macht. Schritt für Schritt erobert das Kind seine Umgebung, und der junge Mensch erweitert auf diese Weise seinen Handlungsspielraum. Das Kind entwickelt eigene Talente und Fähigkeiten und dadurch Selbstbewusstsein. Es kann dadurch Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen und erlebt das entsprechende Miteinander als guten Nährboden für die weitere Entwicklung.

 

Wir Erwachsene sind herausgefordert, das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen und zu fördern.

 

 

 

5.4 Geschlechtsspezifische Gestaltung der Bildungsprozesse

 

Wir leben in einer Kultur der Zweigeschlechtlichkeit. Aus Sicht der Kinder stellen sich folgende Fragen: Worin unterscheiden sich Mädchen und Jungen? Wie verhalten sie sich jeweils? Kinder orientieren sich an den Geschlechterbildern, die ihnen ihre Umwelt bietet. Mädchen eher an realen Beispielen, Jungen an medialen Beispielen. Da die Kinder herausgefordert sind, sich mit der Geschlechtlichkeit auseinanderzusetzen, ist dies ein wichtiges Bildungsthema.

 

 

 

Wir möchten die Geschlechter-Selbstbildung unserer Kinder unterstützen, indem wir immer wieder Geschlecht zum Thema unserer pädagogischen Arbeit machen und den Kindern die Möglichkeit geben, stereotype Geschlechterbilder zu erweitern. Unser Ziel dabei ist, dass die Kinder sich entfalten und die Welt entdecken können, ohne von einengenden, stereotypen Bildern von Männern und Frauen eingeschränkt zu werden. Dies führt auch zu mehr Chancengleichheit.

 

 

 

Im Team thematisieren wir regelmäßig die Umsetzung geschlechtssensibler Pädagogik:

 

-           z. B. Bagger spielen in der Bauwelt  oder Rollenspiel in der Kinderwelt? Wie können beide Bereiche für Mädchen und Jungen interessant werden? (So ist es uns z. Bsp. sehr wichtig, den Rollenspielbereich nicht nur mit Prinzessinnenkleidern, sondern auch mit jungstypischen Utensilien auszustatten. Feuerwehrhelm, Bauarbeiterhelm usw.)

 

wen sprechen wir für was um Mithilfe an (Tisch decken, Stühle hoch stellen)?

  • achten wir auf unsere Redewendungen („starker Junge“,

    „liebes Mädchen“ …)?

    - wie reagieren wir auf Hypothesen der Kinder über vermeintlich geschlechtsspezifische Eigenschaften („Mädchen können nicht so gut rechnen“) und hinterfragen sie mit ihnen zusammen kritisch?

    -  Überprüfung, welches Rollenbild in unseren Büchern und Geschichten vermittelt wird.

    5.5 Interreligiosität

Unsere Einrichtung wird von Kindern unterschiedlichter Religionszugehörigkeiten besucht. Neben vorwiegend katholischen Kindern betreuen wir evangelische, muslimische, orthodoxe und nichtkonfessionelle Kinder. Dies kann Chancen, aber auch Herausforderungen im Kindergartenalltag mit sich bringen.

Als katholische Einrichtung sehen wir unseren Schwerpunkt im Erleben und Vermitteln der Feste und Feiern im kath. Kirchenjahr. Die Mitgestaltung von Gottesdiensten ist für uns selbstverständlich, die Teilnahme daran steht allen Kindern und ihren Familien frei.

Religion zu erleben bedeutet für uns aber auch:

  • Gemeinschaft

  • Rituale

  • gemeinsames Beten und Singen

  • Begegnungen

  • kennen lernen unterschiedlicher Kulturen

  • Vorbereitung auf Gottesdienste

  • Geschichten über traditionelle Personen (Nikolaus, St. Martin...)

  • bibl. Geschichten

  • Feste und Feiern im Jahreskreis (Ostern, Weihnachten)

  • Mitgestaltung von religiösen Bräuchen (Erntedank, Palmsonntag)

     

    Wir möchten unsere Kinder weder  religiös vereinnahmen, noch aus falscher Toleranz auf christlich geprägte Angebote verzichten.

Da die Familie und ihre Kultur, Weltanschauung und Religion nach wie vor in der Entwicklung des Kindes die entscheidende Rolle spielt, kann interreligiöses Lernen im Kindergarten nur in enger Zusammenarbeit mit der Familie stattfinden. In der Begegnung mit den unterschiedlichen Religionen möchten wir Gemeinsamkeiten stärken, aber auch Unterschieden ihr Recht lassen.

5.6 Rechte von Kindern; Partizipation (auch U3)

Grundsätzlich haben alle Kinder ein Beteiligungsrecht in unserer Einrichtung. Sie werden mit einbezogen, den Alltag zu gestalten. Das Recht auf Partizipation zeigt einen grundlegenden Wandel auf in der Wahrnehmung von Kindern. Das Recht des Kindes auf Mitsprache und Beteiligung ist gleichzeitig ein Grundprinzip der UN-Kinderrechtskonvention.

Wir sehen Partizipation als Schlüssel für gelingende Bildungsprozesse. In unserer Einrichtung hat jedes Kind das Recht sich frei zu äußern. Die Meinung des Kindes muss angemessen und entsprechend des Alters und der Reife des Kindes berücksichtigt werden. Wichtig hierbei sind uns eine kinderfreundliche Umgebung, kindspezifische Methoden und Informationen und die respektvolle Behandlung von Kindern.

Eigenständige Gestaltung von Freispiel und Vesperzeit

Die Kinder gestalten und planen sich ihre Freispiel – sowie Vesperzeit selbständig. Nach der Begrüßung der Bezugserzieherin beim Ankommen entscheidet das Kind wo und mit wem es spielen will. Es wechselt selbständig in die unterschiedlichen Funktionsräume. In den Funktionsräumen gibt es für alle Alters – und Entwicklungsstufen etwas zu entdecken. Zwischen 8.00 – und 10.30 Uhr entscheidet das Kind in seinem Tagesablauf wann und wie lange es vespern geht. Im Bistro stehen dem Kind verschiedene Sitzmöglichkeiten zu Verfügung (große Stühle, kleine Stühle, Dreibeinhocker, Fenstertisch,...). Auch bei der Auswahl des Geschirrs haben die Kinder Wahlmöglichkeiten zwischen Porzellan - oder Glastellern, Gläser, Tassen, Krüge in unterschiedlicher Ausfertigung (Kaffeetasse, Steinkrug, Saftglas, Sektglas, Weinrömer...). Durch die unterschiedliche Beschaffenheit des Materials werden die Kinder in ihrer Wahrnehmung und Fingerfertigkeit gestärkt. Der Mittwoch ist der besondere Tag im Bistro. Hier haben die Kinder die Möglichkeit Wünsche zu äußern und bei der Zubereitung mitzuhelfen (Kuchenwochen, Melonentag, Punsch....)

Kinderrunde

In der täglichen Kinderrunde haben die Kinder die Möglichkeit, sich einzubringen und ihre Wünsche und Anregungen zu äußern.

Themenabstimmung

Durch genaue Beobachtung gehen wir auf die Interessen und Themen der Kinder ein. In  der Kinderrunde haben die Kinder die Möglichkeit zur Mitbestimmung.  Es werden Angebote und Projekte mit den Kindern besprochen, so dass die Kinder auch wissen, in welchem Raum welche Aktionen stattfinden. Wünsche und Bedürfnisse der Kinder werden integriert und nach Möglichkeit in die Alltagsgestaltung mit aufgenommen.

Geburtstag im Bistro

Unsere Geburtstagskinder bereiten sich im Bistro ihr eigenes Geburtstagsessen zu. Mit der zuständigen Erzieherin wählen sie aus vier Gerichten eines aus. Am Geburtstag selbst entscheidet das Kind, ob es alleine mit der Erzieherin kochen/backen will, oder ob andere Kinder mithelfen dürfen. Das Geburtstagskind deckt selbständig den Geburtstagstisch. Zur Verfügung hat es dazu verschiedenes Geschirr und Gläser, unterschiedliche Dekomaterialien wie Servietten, Kerzen, Glassteine, Geburtstagszug usw.. Zum Geburtstagsessen lädt das Geburtstagskind im Vorfeld so viele Freunde/ Freundinnen ein, wie alt es wird.

Leseprojekt

Beim Leseprojekt entscheiden die Kinder, bei welchem Buch sie gerne dabei sein möchten. Sie tragen sich in vorbereitete Listen ein und bilden dann für die Dauer des Projekts eine Interessensgruppe. So erleben die Kinder immer wieder das Prinzip der Demokratie.

 

Programmpunkte /Gottesdienstgestaltung

Auch bei kleinen Programmen wie am Sommerfest oder bei Gottesdiensten entscheiden die Kinder selbständig ob und wo sie gerne dabei sein möchten.

 

Beteiligung der U3 - Kinder

Während der Freispielzeit bewegen sich unsere U3 Kinder in der Krippe weitgehend selbständig in allen Räumen. Sie haben die Möglichkeit unterschiedlichste Materialien auszuprobieren und können zu den Kindern und Erzieherinnen beider Gruppen Kontakt aufnehmen. Sie entscheiden selbst, wie lange sie sich mit welchem Material beschäftigen wollen. Unsere Kinder können zwischen den einzelnen Bezugserzieherinnen wählen. Oft noch nonverbal zeigen die Krippenkinder mit Mimik und Gestik was sie brauchen. Die Erzieherinnen nehmen das Bedürfnis nach Nähe wahr und reagieren darauf angemessen.

Grundsätzlich ist es uns wichtig, die Kinder als eigenständig und individuell zu betrachten. Die Kinder haben bei uns das Recht, eigene Entscheidungen zu treffen (Tee oder Wasser...., Puppenecke oder Bauteppich....). Die Kinder entscheiden, wie viel sie essen möchten, ob sie mit der Gabel oder den Fingern essen. Kinder haben auch das Recht, nicht probieren zu müssen.

Bei Pflegeaktivitäten sind die Kinder aktiv beteiligt. Sie helfen in ihrem Tempo beim An – und Ausziehen, holen die Wickelutensilien aus ihrem Fach und werden dazu angeregt, die Wickelsituation mitzugestalten.  Die Kinder signalisieren wann und von wem sie gewickelt werden möchten.

Die Kinder haben das Recht auf Erfolge, sie werden in ihrem Tun unterstützt und ermutigt. Eigenes Anziehen, auch wenn die Hose falsch herum ist, wird honoriert und gefördert. Sie bekommen genügend Freiraum um eigenständig Handlungen ausführen zu können. Unsere Kinder gehen nach ihrem eigenen individuellen Bedürfnis schlafen und bestimmen auch die Länge ihres Schlafes selbständig.

In Reggio Emilia heißt es: »Wenn ein Kind nicht »ich« und »mein« sagen kann, wie soll es dann »du« und »unser« sagen?« (Dreyer 1999: 155).

Partizipation in der Krippe beginnt mit der Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Partizipation bedeutet, die Signale, die von den Kindern verbal und nonverbal kommen, zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

 

Längerfristige Ziele:

Als längerfristiges Ziel für den Kindergarten steht die Vorbereitung und Planung von Festen und Feiern durch die Kinder. Die Kinder sollen durch eigenes Mittun ihr Fest gestalten und planen und in die einzelnen Schritte der Vorbereitung mit einbezogen werden.

 

5.7. Leitlinien:

Gesetzliche Grundlagen der Arbeit des Kindergartens und der Krippe sind das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII), das KiTaG und die KiTaVO Baden-Württemberg, der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten, der Rottenburger Kindergartenplan und die Kindergartenordnung des Landesverbandes.

 

6.Inhaltliche Gestaltung

Im November 2016 haben wir unser pädagogisches Handlungskonzept im Kindergartenbereich geändert, die vormals geschlossenen Gruppen geöffnet und den Situationsansatz mit der Arbeit in Funktionsräumen eingeführt. Wichtig dabei war uns:

  • die Kinder je nach Interessenbereich zu fördern und zu begleiten

    -           durch den vernetzten Blick auf das Kind mehr Verständnis und Ursachen für bestimmte Verhaltensweisen  zu ermöglichen

    -           durch das sogenannte Skipistenprinzip (unterschiedliche Anforderungen für jede Entwicklungsstufe) alle Kinder entsprechend ihrem Entwicklungsstand anzusprechen

  • dem Einzelnen Spiel mehr Raum zu geben (mehr Platz in den Räumen)

  • mehr Angebotsvielfalt

  • neue Freundschaften zu unterstützen

  • durch einen flexibleren Tagesablauf die Bedürfnisse der Kinder zu wecken

  • Kinder in ihrem Interessensbereich weiter zu fördern

  • Kontinuität, aber auch Weiterentwicklung in den einzelnen Bereichen

  • mehr Fachlichkeit

  • Stärken und Begabungen der Mitarbeiterinnen mehr einbringen

  • den Kindern einen selbstbestimmten Alltag  ermöglichen

  • die Kinder zur Selbständigkeit führen

  • Interessen und Begabungen beobachten und entsprechend fördern

     

    6.1 Funktionsräume

    Im Bistro können die Kinder:

  • selbständig Essenszeit und – dauer bestimmen

  • sich mit Freunden treffen

  • beim Obst und Gemüse schneiden mithelfen

  • ihr Geburtstagsessen  zubereiten

  • an hauswirtschaftlichen Angeboten teilnehmen

  • Input zum Thema „gesunde Ernährung“  erhalten

  • Gemeinschaft  erleben

 

Ziele:

  • Selbständigkeit

  • unterschiedliche Geschmacksvarianten zu probieren

  • gesunde Ernährung

  • umweltbewusster Umgang mit Lebensmitteln

  • Vermittlung von Fachwissen

  • Freude am Kochen/ Backen zu wecken

  • Spaß an gesunder Ernährung aufzuzeigen

  • Gespür für den eigenen Körper und dessen Gesunderhaltung zu entwickeln

     

In der Kinderwelt können die Kinder:

 

  • sich im Rollenspiel erproben

  • sich verkleiden

  • puzzeln

  • Tischspiele  spielen

  • feinmotorische Tätigkeiten ausführen wie Perlenketten auffädeln, Legeplatten  gestalten...

  • Bilderbücher, Sachbücher, Märchenbücher usw. anschauen, bzw. sich vorlesen  lassen

Ziele:

 

-           Verarbeitung durch Rollenspiel

 

-           in andere Rollen schlüpfen

 

-           Sozialverhalten

 

  • Bücher als Medien erfahren

  • Freude am geschriebenen Wort  entdecken

 

-           Interessen  übernehmen und  vertiefen

 

-           feinmotorische Fähigkeiten weiter  entwickeln und  üben

 

  • Regeln erarbeiten oder kennen lernen

  • Sprachförderung

  • kognitives Wissen erweitern

     

    In der Bauwelt können die Kinder:

  • bauen

  • konstruieren

  • planen

  • Pläne zeichnen

  • mit oder ohne Anleitung bauen und konstruieren

  • Rollenspiele (Feuerwehr, Zoo, Bauernhof) gestalten

  • eigene Erlebnisräume nachbauen und nachspielen

     

Ziele:

-           Konstruktionen umsetzten

-           Phantasie anregen

-           Lösungen suchen

-           nach Plänen konstruieren

-           Blick für Bauwerke  öffnen (Zugang zur Architektur)

-           Unterschiedliches Material und die Handhabung dazu kennen lernen

-           Festigung des Sozialverhaltens durch Rollenspiele (Feuerwehrhaus / Belebungsmaterial)

  • Raum – Lagewahrnehmungen  schulen

     

    In der Forscherwelt können die Kinder::

  • experimentieren

  • dokumentieren

  • philosophieren

  • Ursachenforschung  betreiben

  • Naturphänomene  erleben

  • Farbmischung zu entdecken

    -          erste Erfahrungen in verschiedenen Themenwelten wie z. Bsp. Stromkreislauf sammeln

 

Ziele:

-           Naturphänomene entdecken und erforschen

-           Zusammenhänge erforschen

-           Hypothesen aufstellen

-           in verschiedene Richtungen denken

-           nicht ergebnisorientiertes Arbeiten (der Weg ist das Ziel)

-           Dokumentieren (Forschungen umsetzen und erschließen z.B. Stein geht immer unter)

 

-           Vertiefungen durch Dokumentation

 

In der Kreativwelt können die Kinder: 

 

  • mit verschiedenen Materialien/ Werkzeugen experimentieren

  • schneiden

  • malen

  • basteln

  • kneten

  • verschiedene Kunststile kennen lernen

  • verschiedene Körperhaltungen beim Zeichnen ausprobieren (auf dem Boden,        an der  Staffelei...)

     

    Ziele:

    - Phantasie anregen

    - Feinmotorik stärken und fördern

    - Kreativität entwickeln

    - Umgang mit verschiedene Materialien erlernen

    - kennenlernen von verschiedenen Techniken

     

    In der Bewegungswelt können die Kinder:

  • sich auspowern

  • turnen

  • tanzen

  • springen

  • hüpfen

  • balancieren

    -                      mit Kleingeräten wie Bälle, Reifen, Seile, Tücher verschiedenste Bewegungsformen ausprobieren

     

    Ziele:

    -           Grenzen austesten

    -           Körperwahrnehmung

    -           Rücksichtnahme auf andere Kinder

    -           Bewegungsdrang ausleben

  • Grobmotorik schulen

  • Gleichgewichtssinn fördern

    -           verschiedenen Bewegungsabläufe kennen lernen

 

7. Unsere Pädagogik

7.1 Werte und Erziehungsziele

 

SELBSTÄNDIGKEIT

Die Erziehung zur Selbständigkeit, zum selbständigen Denken und Handeln ist ein Schwerpunkt, der sich in allen Bereichen unserer Arbeit mit Kindern spiegelt. Durch Kleingruppen, aber auch der Arbeit in den Funktionsräumen ist es möglich, kompetentes Verhalten in alltagsrelevanten Bereichen zu fördern und zu üben. Wichtig ist uns, dass die Kinder für ihre eigenen Interessen und Anliegen einstehen, Ideen entwickeln und Lösungen finden können. Durch die Erziehung zur Selbständigkeit lernen die Kinder sich im weiteren Leben zurechtzufinden und Verantwortung für ihr Tun und Handeln zu übernehmen. Kinder wachsen den Anforderungen, die ihnen gestellt werden, entgegen. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Eltern wird die Erziehungspartnerschaft zu einer intensiven Begleitung des Kindes.

 

GEMEINSCHAFTSFÄHIGKEIT

Ein hohes Augenmerk legen wir auf die Sozialentwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit unserer Kinder. Durch gegenseitige Wertschätzung und einen respektvollen Umgang untereinander erfahren und erleben die Kinder Aspekte eines sozialverträglichen Verhaltens.

Bei der persönlichen Begrüßung ist es uns wichtig, wirklich jedes Kind willkommen zu heißen und deutlich zu machen: Du bist mir wichtig, ich sehe dich, ich nehme dich wahr! In der Kinderrunde und bei Festen und Feiern erleben die Kinder sich als Teil der Gemeinschaft. Auch die Vermittlung von ethischen oder religiösen Werten und Traditionen bildet die Kinder in ihrer Gemeinschaftsfähigkeit.

Fühlt sich ein Kind wohl und dazugehörig, wird es sicher im Umgang mit anderen Menschen. Es nimmt sich selber wahr und entwickelt seine eigene Persönlichkeit. Das Kind wird selbstbewusst und erfährt Bestätigung. Auch die Einbindung in die Dorfgemeinschaft ist von großer Bedeutung, wenn es darum geht, Gemeinde und Gemeinschaft zu erleben.

 

FÖRDERUNG DER SPRACH- UND AUSDRUCKSFÄHIGKEIT

Sprache ist Bildung. Sprache und Emotion sind untrennbar miteinander verbunden. Ohne Sprache und Zuwendung können wir nicht leben. Sprachbeherrschung und die Freude an der Kommunikation hat für das spätere Leben eine herausragende Bedeutung. Sprache ist ein wichtiges Werkzeug für alle Bildungsbereiche und -prozesse des Kindes. Sprachdefizite führen unweigerlich zum erschwerten Lernen. Kindern Sprache zu geben heißt, sich ihnen zuwenden, Zeit mit ihnen zu verbringen. Kinder lernen Sprache nicht von selbst und können sie auch nicht selbst ausbauen. Deshalb ist es uns wichtig, die Kinder während der gesamten Kindergartenzeit zum Sprechen zu animieren, zum Philosophieren, zum Reimen usw.

 

GANZHEITLICHKEIT

Wichtig ist uns, den Kindern viel Raum zur Bewegung im Innen- und Außenbereich zu geben. Durch vielfältige Angebote in den einzelnen „Welten“ können wir die Sinne ansprechen und den Kindern ein breites Spektrum an Beschäftigung und Erleben ermöglichen. Durch unsere Arbeit mit dem Orientierungsplan ist es uns möglich, die verschiedenen Entwicklungsfelder in den Alltag einzubeziehen und die Kinder in ihrer Ganzheitlichkeit zu fördern.

 

8.Bildungsbereiche in der Kindergartenarbeit

 

Den Orientierungsplan mit der Matrix und seinen  Bildungs – und Entwicklungsfeldern haben wir in vielen teaminternen Besprechungen und Planungstagen zum Hauptthema unserer pädagogischen Arbeit gemacht. Wichtig ist uns dabei die Vernetzung der verschiedenen Bildungsbereiche und die ganzheitliche Erziehung und Betreuung der uns anvertrauten Kinder

 

8.1 Bildungs – und Entwicklungsfeld KÖRPER

 

Bistro

Wahrnehmung von Durst und Hungergefühl;

Kraftdosierung beim   Schneiden, Kneten;

Gesunderhaltung des Körpers;

Körperpflege wie Hände waschen…;

Planung und Zubereitung von Mahlzeiten;

 

Bauwelt

Grob und Feinmotorik;

Körperkraft einsetzen lernen;

Auge – Hand – Koordination;

Einsatz von Druck und Kraft;

Verkehrserziehung;

 

Kinderwelt

Gleichgewicht mit hohen Schuhen;

An und ausziehen der  Kleidungsstücken;

Feinmotorik z. B. Perlen fädeln;

Wissenserweiterung Körper;

Körper als Darstellung – und Ausdrucksmittel – Rollenspiel;

Tisch decken;

Sexualerziehung durch Rollenspiele, Bücher, Vorbildfunktion;

Forscherwelt

Feinmotorik;

Kraftdosierung (Pipetten);

Ruhe und Entspannung im Tun;

 

 

Bewegungswelt

Raum und Lage;

Fein und Grobmotorik;

Grundlegende Bewegungserfahrungen;

Gleichgewicht Grenzen des Körpers ;

Freude und Lust an der   Bewegung;

Wahrnehmung des eigenen Körpers;

Konditionelle Fähigkeiten;

Geschwindigkeiten

Erfahren;

Kraftdosierung;

Kreativwelt

Feinmotorik;

Fähigkeiten und Fertigkeiten;

Malen;

Gestalten;

Kreatives Umsetzen von Ideen;

 

 

Kinderrunde/ Angebotszeit / Garten

Zur Ruhe finden, Fingerspiele, Rollenspiele, singen, sich selbst und andere erleben, Projektarbeit (Verkehrserziehung, Kuchenwochen....),

 

 

8.2 Bildungsbereich SINNE

 

Bistro

Versch. Geschmacksrichtungen kennen lernen;

Taktile  Wahrnehmung von Lebensmittel;

Riechen, schmecken, fühlen, probieren;

Bauwelt

Umgang mit versch Materialien (Holz, Plastik...);

Erlangen des Konstruktionssinnes;

Kunst am Bau über Bücher, Bilder...;

Raum – Lageerfahrungen;

Gleichgewichtserfahrungen beim bauen und konstruieren;

Kinderwelt

Wahrnehmung unterschiedlicher Stoffe und Materialien;

Visuelle Wahrnehmung (eigene Kunstwerke, Werke anderer Kinder oder Künstler);

Singen;

Rollenspiel;

Verkleiden – in andere Rollen schlüpfen (Theater);

Forscherwelt

Sinnesschulung (schmecken und riechen bekannter und unbekannter Materialien);

visuelle Wahrnehmung  unterschiedlicher Farbnuancen;

taktile Wahrnehmung (Schaum, Erde, Schleim);

Naturphänomenen auf den Grund gehen – Dinge untersuchen und Rückschlüsse ziehen;

 

Bewegungswelt

Gleichgewichtssinn (balancieren auf der Langbank oder der Slackline);

Körperwahrnehmung;

Raum – Lageerfahrungen durch Bauen mit Schaumstoffklötzen;

Bewegung und Tanz mit Tüchern...;

Bewegung  und Musik in Einklang bringen

 

 

Kreativwelt

Umgang mit versch. Materialien

(Staffelei, Knet, Wasserfarben, Fingerfarben...);

Gestaltungs – und Ausdrucksfähigkeit über eigene Kunstwerke;

Verschiedene Kunststile

Bücher über Künstler und Kunstwerke;

visuelle Wahrnehmung;

Kinderrunde/ Angebotszeit/ Garten

Musikalische Angebote wie Singkreis, sbs, Fingerspiele, Reime, Tänze, Exkursionen z. Bsp. zur Bücherei, Sinneserfahrungen an der Matschküche, im Sandkasten oder der Matschanlage. Raum – Lageerfahrungen beim Klettern auf der Ritterburg oder der Reckstange

 

8.3 Bildungsbereich SPRACHE

 

Bistro

Gespräche am Tisch;

Wortschatzerweiterung;

Gebete und Tischsprüche;

Hauswirtschaftliches Tun mit Worten begleiten;

Absprachen treffen;

Geburtstag planen;

 

 

Bauwelt

Rollenspiel und Absprachen der Kinder untereinander;

Wortschatzerweiterung;

Besprechung von Bauplänen und Vorhaben;

Zugang zu Zahlen (wie viel brauche ich wovon?);

Beschreibung von Vorstellungen, die umgesetzt werden sollen;

 

Kinderwelt

Rollenspiel, sprechen üben;

Bereich Literacy ;

Welt der Bücher, Bücher anschauen, Bücher vorgelesen bekommen;

Vorlesezeit durch Erzieherin oder 1 x im Monat durch die Leseoma;

Miteinander Regeln erarbeiten oder besprechen (Tischspiele);

Forscherwelt

Forschen und Philosophieren

Was wäre wenn…;

Beschreiben eigener Experimente;

Dokumentation eigener Erfahrungen;

Hypothesen aufstellen;

Bewegungswelt

Absprachen treffen;

Bewegter Körper bewegter Geist;

Rhythmusspiele zur Sprachförderung;

Begriffserweiterung;

Kreativwelt

Begleitetes Tun;

Anleitungen hören und Verstehen und Umsetzen;

Absprachen treffen;

Schildern, was gebraucht wird;

Zugang zu Buchstaben über Stempel...;

Schreiben an der Tafel, Zugang zu Buchstaben;

Kinderrunde/ Angebotszeit /Garten

Bilderbücher, Lieder, Reime, Kinderkonferenzen, Erzählrunden, Fingerspiele, Märchen, Geschichten,

sprechen und agieren vor anderen im Kreis, fremdsprachige Lieder, z. Bsp. für Gottesdienste,

Sprachförderung über ISK und sbs, Zungenbrecher

 

8.4 Bildungsbereich GEFÜHL UND MITGEFÜHL

 

Bistro

Miteinander essen;

Kleineren oder neuen Kindern helfen;

Auf andere warten;

Mit anderen teilen;

Rücksicht nehmen;

 

Bauwelt

Mit Frustration umgehen (Turm kracht ein, andere Kinder machen kaputt);

Andere Kinder mitspielen lassen;

Rollenspiel mit Tieren;

 

Kinderwelt

Im  Rollenspiel erlebte Situationen nachspielen;

Verlieren können;

Emotionen über Bücher und Geschichten kennen lernen; eigene Emotionen wahrnehmen;

Forscherwelt

Versuch und Irrtum;

Durch Versuche Vertrauen zu sich selbst und in sein Tun  finden;

 

Bewegungswelt

Was kann ich schon;

Aushalten Angst zu haben und dazu zu stehen (ich muss da nicht runter springen, auch wenn alle anderen das machen);

Sich etwas zutrauen;

Kreativwelt

Mit anderen kooperieren;

Aushalten wenn etwas kaputt geht;

Werke anderer Kinder respektieren;

Kinderrunde/ Angebotszeit / Garten

Geschichten hören und erleben; religiöse Einheiten und Vorbereitung auf Gottesdienste

Kinderkonferenz; Naturschutz und Erhaltung unserer Natur durch Bewusstseinsweckung im Garten oder der Waldwoche;

 

8.5 Bildungsbereich SINN, WERTE UND RELIGION

 

Bistro

Tischgebete;

Geburtstagsfeier;

Wertigkeit Essen;

Verschiedene Essenskulturen kennen lernen (muslimische Kinder essen kein Schweinefleisch, Vegetarier...) – Wertschätzung und Akzeptanz;

Bauwelt

Jedes Bauwerk ist etwas wert;

Andere Sichtweisen und Vorschläge akzeptieren und anerkennen;

Kinderwelt

Nachspielen von biblischen Geschichten ( Weihnachts-geschichte);

In andere Rollen schlüpfen;

Die eigene Rolle erkennen;

Sich selbst wahrnehmen im Rollenspiel;

Gerechtigkeit beim Tischspiel, beim aufräumen, bei der Auswahl des Spiels...;

Forscherwelt

Durch Versuche und Experimente an die eigenen Grenzen kommen;

Bewegungswelt

Akzeptieren, wenn andere Kinder etwas nicht machen oder Angst haben;

Kreativwelt

Eigene Stärken finden;

Damit klar kommen, dass etwas nicht klappt.

Werke anderer Kinder wertschätzen;

Kinderrunde/ Angebotszeit / Garten

Gemeinsame Gebete; Singkreis; Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten; Besuche in der Kirche; feiern von Kirchenfesten; Kennenlernen von Personen der traditionellen Geschichte (Nikolaus, St. Martin...); Alltagsgestaltung in der Kinderrunde über Beteiligung und Abstimmung;

 

8.5 Bildungsbereich DENKEN

 

Bistro

Tisch decken zum Geburtstag oder bei Festen und Feiern;

Rezeptplakate erkennen; Mengenangaben auf Nahrungsmittel z. Bsp. beim Backen übertragen;

Bauwelt

Künstlerischen Wert bei besonderen Bauten erkenne über Bücher, Bilder, Besuche...;

Bauen;

Konstruieren;

Entwickeln von eigenen Ideen;

Kinderwelt

Absprachen treffen – Erklärungen abgeben;

Muster mit Legeplatten oder Mandalas nachvollziehen;

Dinge benennen im Spiel, Regeln erklären

Forscherwelt

Material und Dinge benennen;

Vermutungen äußern; Problemlösungen ermitteln; mit anderen Kindern zusammen über Dinge nachdenken;

Dokumentation der Versuche

Bewegungswelt

Turnen mit Alltagsgegenständen wie Joghurtbecher, Zeitungen...

Kreativwelt

Ästhetisch künstlerische Möglichkeiten schaffen durch Malen, basteln, zeichnen...;

Muster erkennen, malen, wiederspiegeln durch Mandalas...;

Schneiden, kneten, Auge – Handkoordination;

Kinderrunde/ Angebotszeit / Garten

Sammeln von Naturmaterial (Äpfel, Kastanien, Blätter); Traumreisen;

Gesprächsrunden; Beobachtung z. Bsp. des Gartens wie er sich jahreszeitlich verändert;

 

8.6 Bildungsbereiche in der Krippenarbeit

 

Körper

Bewegungsflur

Turnangebote

Bewegung Außengelände

Spaziergänge

Bewegungsfähigkeit erproben durch klettern, balancieren, gehen, hüpfen, springen, rennen, krabbeln, matschen usw.

Gleichgewicht

Bewegungslieder (Körper kennen lernen)

Grobmotorik, Feinmotorik

Basteln Steckspiele

Kniereiterverse

Sinne

Sinneswanne mit versch. Materialien

Malen mit versch. Farben und Techniken

Wasserspiele

Wickeln

Hände waschen

Musizieren mit versch. Instrumenten

Singen

Klettern

Spaziergänge

Garten

Vesper

Sprache

Geschichtensäckchen

Morgenkreis

Bewegungslieder

Lieder

Spiel mit Sprache begleiten

Bilderbücher/ Geschichten

Ich – Bücher

Angebote zum Jahreskreis (Kamishibai)

Fingerspiele

Kniereiter/ Sprechverse

Schlaflieder

Denken

Puzzle

Aufgaben erfüllen

Sortieren

Steckspiele

Physikalische Zusammenhänge (Schüttelflaschen)

Formen

Anregende Umgebung bieten

Geschichten Bücher

Regeln

Konstruieren

Basteln

Bewegungsbaustelle

Klettern

Gefühl und Mitgefühl

Gegenseitiges Trösten

Anderen helfen

Teilen

Miteinander freuen

Gefühle zulassen

Konflikte austragen

Wir – gefühl entwickeln durch Morgenkreis

Gemeinschaft

Einfühlungsvermögen gegenüber der Natur (behutsamer Umgang mit Lebewesen)

 

Sinn, Werte und Religion

Lieder

Geburtstage

Feste und Feiern im Jahreskreis

Werte des Alltags

Gebete vor dem Vesper

Rituale

Natur betrachten und bewusst erleben

Bräuche

 

 

 

 

 

8.9 Vorschularbeit

 

Alles was das Kind erlebt und tut, dient der Vorbereitung auf das spätere Leben. Unsere Vorschulkinder erleben ein ganz besonderes letztes Jahr im Kindergarten. Sie sind die Großen (bei uns Bären genannt), übernehmen ein Stück Verantwortung für die Jüngeren (Igel und Spatzen) und sind wichtiger und geachteter Bestandteil unserer Einrichtung. Unsere Vorschularbeit gliedert sich in verschiedenen Bereiche.

 

 

 

a). Kooperation

 

Die Kooperation findet mit der ortsansässigen Grundschule (Schwerpunkt: bewegte Schule) statt. Im 14 -  tägigen Rhythmus treffen sich die Bären in zwei Kleingruppen zur Kooperation. In enger Zusammenarbeit zwischen Team und Kooperationslehrerin werden die Themen der Kooperationsstunden aufeinander abgestimmt. Im Frühherbst lädt die Grundschule zum Elternnachmittag in die Schule ein. Hier wird den Eltern Inhalt und Schwerpunkt der Kooperation, sowie der Vorschularbeit des Kindergartens erläutert. Bereits gegen Ende des Kindergartenjahres findet ein Treffen zwischen Team und Kooperationslehrerin statt um die Kooperationsstunden für das neue Kindergartenjahr abzugleichen. Schon vor den Sommerferien lernt sie dann die zukünftigen Vorschulkinder kennen und kann sich so ein Bild von den einzelnen Kindern machen. Um etwaige Rückstellungen oder Besonderheiten rechtzeitig im Blick zu haben, findet bereits im Herbst ein Austausch zwischen Team, Schule und Elternhaus statt.

 

 

 

b). Trau dich was - Projekt

 

Das Trau – Dich – was – Projekt wird in diesem Jahr (2017) zum ersten Mal den Vorschulkindern angeboten. Es beinhaltet die Schwerpunkte:

 

  • Selbstbewusstsein fördern

  • Eigen – Sinn wecken

  • Verbale Selbstbehauptung unterstützen

  • Stärken erkennen und aufzeigen

 

Das Projekt beginnt mit einem Elternabend und beinhaltet dann 6 Einheiten für die Vorschulkinder. Unterstützend wird das Projekt vom Kindergartenteam weiter geführt.

 

 

 

c).Wochenaufgaben

 

Jedes Kind erhält zu Beginn des Kindergartenjahres eine Sammelmappe. Immer montags ist in dieser Mappe eine kleine Aufgabe für die Kinder. Dies kann ein Arbeitsblatt oder eine Beschäftigung mit Material sein (z. Bsp. „Baue einen Turm der größer ist als du selbst“, „Mache ein Puzzle mit mindesten 80 Teilen“, „Male ein Bild deiner Familie“ usw.).

 

Das Vorschulkind hat eine Woche Zeit, diese Aufgabe selbständig während der Freispielzeit zu erledigen. Schafft das Kind die Aufgabe, bekommt es einen Gutschein. Sind 10 Gutscheine zusammengekommen, darf das Kind sich aus der Schatzkiste (Kiste in Form einer Schatztruhe), gefüllt mit Kleinigkeiten wie Luftballon, Murmel, Haargummi...) etwas heraussuchen. Wird die Aufgabe in dieser Woche nicht geschafft, bekommt das Kind keinen Gutschein, muss die Aufgabe aber am kommenden Montag als erstes erledigen.

 

Bei den Wochenaufgabe ist es uns wichtig, dass die Kinder lernen, sich ihre Zeit einzuteilen. Auch Kinder, die nicht oft in der Kreativwelt zu Stift und Schere greifen üben sich hier in der Feinmotorik, die für das spätere Schreiben lernen unerlässlich ist.

 

 

 

d). Jahreskalender

 

Alle Vorschulkinder gestalten einen eigenen Jahreskalender. Sie erleben so bewusst die (Jahres)Zeit. Gegen Ende ihrer Kindergartenzeit blättern sie immer wieder gerne darin und ermitteln, wie viele Monate sie noch im Kindergarten sind. Die Gestaltung des Kalenderblattes wird in der Kreativwelt angeboten. Die Kinder kommen im Zeitraum von ca. 1 Woche eigenständig in die Kreativwelt und finden dort an einem extra für sie gerichteten Tisch, Material und Werkzeug zur Gestaltung der neuen Seite. Wichtig ist uns dabei, die Individualität jeder Seite (nicht jede Seite soll gleich aussehen), die Kinder sollen ihre eigenen Fantasie und Kreativität einbringen und vor allem das eigene Kalenderblatt auch wieder erkennen.

 

 

 

e). Exkursionen

 

Immer wieder sind wir mit unseren Vorschulkindern unterwegs. So standen in der Vergangenheit Theaterbesuche, Besuche in der Bücherei aber auch Stadtführungen auf dem Programm. Die Teilnahme daran ist freiwillig und wird von den Eltern mit einem kleinen Unkostenbeitrag unterstützt.

 

 

 

f). Leseprojekt

 

Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Neben der alltäglich zugängigen Literatur in der Kinderwelt (und auch den anderen Funktionsbereichen) ist es uns wichtig den Kindern bewusst den Zugang zu Büchern und Geschichten zu ebnen. Mit dem Leseprojekt begeistern wir die Kinder für die Welt des geschrieben Wortes, regen die Fantasie und Kreativität an, fordern die Kinder auf, sich mit dem Inhalt der Bücher auseinander zu setzen und versuchen Lösungsmöglichkeiten oder Inhalte zu erahnen oder auszudenken. Beim Leseprojekt werden den Kindern drei verschiedene Bücher zur Auswahl gestellt. Im geheimen Wahlverfahren tragen sich die Kinder für ein Buch ein. Die Erarbeitung des Inhalts eines Buches erfolgt hier durch Lesen, Spielen, Werken und Erleben rund um das Thema des Buches. Auch lesebegeisterte jüngere Kinder dürfen beim Leseprojekt mit dabei sein.

 

 

 

8.10 Erleben der Natur

 

Garten

 

Nahezu täglich halten sich die Kinder im Garten auf. Schon während der Freispielzeit können die Kinder nach Absprache in den Garten zum Spielen. Dort stehen ihnen verschiedenen Spielbereiche zur Verfügung.

 

  • Tipi

  • Sandkasten

  • Baustelle

  • Ritterburg

  • Reckstange

  • Schaukel

  • Matschküche

  • Gartenbeete

  • Wiese

     

    Im Herbst werden fast täglich Äpfel gesammelt, die dann zur Mosterei gefahren werden.

     

 

Waldwoche

 

Einmal jährlich gehen die 5 – 6 Jährigen zur Waldwoche. Sie erleben dort Natur und Wald, gemeinsames Vesper und Betätigung in freier Natur. Nach einem kleinen Begrüßungslied erforschen die Kinder ihr Waldgebiet. Hier stehen ein umgesägter Baum als Balancierbalken, eine große Wurzel als Klettergerät und viele Ecken und Nischen zum Spiel zur Verfügung. Neben kleineren Aktionen ist auch immer ein Schnitzplatz eingerichtet, der von den Kindern begeistert genutzt wird. Der Schnitzplatz wird von einer Erzieherin betreut, so dass der richtige Umgang mit dem Werkzeug gewährleistet ist.

 

 

 

Wiesenwoche

 

Die jüngeren Kinder bleiben während der Waldwoche  im Kindergarten und haben bei der Wiesenwoche eine Woche lang den großen Spielbereich Garten für sich alleine. Durch Projektarbeit erleben die Kinder Geschichten und Aktionen rund um das Thema Wiese und ihre Bewohner.

 

 

 

Spaziergänge

 

Immer wieder sind sowohl  Kindergarten – als auch Krippenkinder im Dorf  unterwegs. Es gibt viel zu entdecken (Spielplätze, Brunnen, den Neckar, Nachbars Hühner...)

 

 

 

 

 

9. Beobachtung und Dokumentation

 

9.1 Beobachtung: Petermann und Petermann

 

Für den Bereich des Entwicklungsscreenings haben wir uns für „Petermann und Petermann“ entschieden. Dieses Beobachtungsinstrument orientiert sich am Meilensteinprinzip. Hier muss jedes Kind, unabhängig davon wie unterschiedlich die Entwicklung von Kindern verlaufen kann, in allen Entwicklungsbereichen bestimmte Entwicklungs-Knotenpunkte absolvieren und bestimmte Fertigkeiten jeweils bis zu bestimmten Alterszeitpunkten erwerben. Es handelt sich dabei um Basisfertigkeiten, die für eine ungestörte Entwicklung notwendige Voraussetzungen sind und die zu den jeweiligen Beobachtungszeitpunkten von etwa 90-95 % aller gesunden Kinder erreicht werden.

 

Diese Meilensteine der Entwicklung sehen wir als notwendige Etappen im Entwicklungsverlauf. Jeweils zum Geburtstag und sechs Monate danach werden mit dem Kind kleinere fest vorgegebene Aufgaben gemacht und auf einem Entwicklungsbogen festgehalten. Dieses Screening dient dann als Vorlage zum Elterngespräch.

 

 

 

9.2 Mappe für alle Kinder

 

Für alle Kinder ist eine Sammelmappe angelegt, in der das Petermann – Screening, sowie Entwicklungsberichte, als auch Kurznotizen der Kolleginnen gesammelt werden.

 

 

 

9.3 Kurznotizen

 

Um den vernetzen Blick auf das Kind zu gewährleisten, arbeiten die Erzieherinnen mit sogenannten Kurznotizen. Fällt im jeweiligen Funktionsbereich eine besondere Fähigkeit oder Fertigkeit, oder auch eine Auffälligkeit im defizitären Bereich auf, schreibt die Kollegin der Bezugserzieherin eine Kurznotiz. So kann diese frühzeitig reagieren und Unterstützung oder weitere Förderung anbieten.

 

 

 

9.4 Portfolio, Bildungs – und Lerngeschichten

 

In der Portfolioarbeit arbeiten wir seit Oktober 2017  mit den Bildungs – und Lerngeschichten nach Margaret Carr. Dieser Ansatz ist geeignet, die Lernrelevanz von frühkindlichen Bildungsprozessen zu erfassen. Ziel von Margaret Carr war es, ein angemessenes Verfahren für die Beobachtung und Beschreibung von Lernerfolgen in der Alltagspraxis zu finden. Es ist uns wichtig, Kinder in alltäglichen Situationen zu beobachten. „Bildungs- und Lerngeschichten“ entstehen durch die Beobachtung von Kindern gerade in alltäglichen Situationen. Sie erfassen sowohl die kindliche Handlung, als auch die Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen. Mit Hilfe der „Bildungs- und Lerngeschichten“ können sich die pädagogischen Fachkräfte untereinander sowie mit den jeweiligen Kindern und deren Eltern austauschen. Dieser Austausch soll dazu beitragen, die Stärken und Schwächen (Interesse und Thema) der Kinder besser zu verstehen und ihre Lernprozesse zu fördern.

 

 

 

Nach drei Beobachtungen wird im kollegialen Austausch ein roter Faden gesucht, um das Interesse und damit das Thema des Kindes besser zu verstehen. In einer Lerngeschichte, dokumentiert mit Fotos kann das Kind dann an seinem Lernprozess noch einmal aktiv teilhaben und sich und sein Tun reflektieren.

 

 

 

9.5 Eigene  Dokumentation

 

Eigene Werke oder  Bilder können die Kinder jederzeit in ihr Portfolio einfügen. Das Kind entscheidet, was in das eigene Portfolio kommt und was nicht. Alle Kinder haben freien Zugang zu ihrem Portfolio. Ist das Kind einverstanden, dient das Portfolio auch als Vorbereitung und Unterstützung beim Elterngespräch. Zweimal jährlich erhält das Kind eine ausführliche Lerngeschichte, dazwischen jedoch viele kleine Lernerlebnisse in Form eines Fotos mit Brief, adressiert an das Kind persönlich.

 

 

 

10. Tagesablauf

 

 

 

10.1 Kindergarten

 

Ankommen

 

Freispiel in den verschiedenen Funktionsbereichen

 

8.45 Uhr Kinderrunde in den Stammgruppen

 

8.00 – 10.30 Uhr  Vesperzeit im Bistro

 

Aufräumen

 

Anziehen

 

Gartenzeit

 

 

 

 

 

Die Kinder gestalten ihren Tagesablauf weitgehend eigenständig und selbstorientiert. Gegen 10.15 Uhr klingelt ein Kind zur letzten Vesperrunde, hier treffen sich dann alle Kinder  die noch nicht im Bistro waren. Alle Kinder gehen zum Essen, wer keinen Hunger hat, geht trotzdem ins Bistro und trinkt etwas. Die Gartenzeit beginnt für die Kinder wegen der unterschiedlichen Betreuungszeiten dann zwischen 11.15 und 13.00 Uhr. Je nach Wetterlage sind die Kinder unterschiedlich lange im Garten.

 

 

 

10.2 Krippe

 

Ankommen

 

Freispiel

 

Morgenkreis

 

Vesper

 

Freispiel/ Schlafenszeit/ Angebotszeit

 

Vesper, Trinkpause

 

Garten

 

Abholzeit

 

 

 

Auch in unserer Krippe wird der Tagesablauf den Bedürfnissen der Krippenkinder angepasst und immer wieder je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder variiert. Das Vesper findet gemeinsam statt. Auch die Garten – bzw. Spaziergangzeit ist unterschiedlich, je nach dem wie die Kinder ihr Schlaf – und Essensbedürfnis haben.

 

Die Wickelzeiten gestalten sich individuell und nach Bedarf.

 

Ebenso sind die Schlafenszeiten abhängig vom Bedürfnis der Kinder.

 

 

 

 

 

11. Prozesse

 

11.1 Eingewöhnung

 

Für ein Kind, das neu in den Kindergarten oder in die Krippe kommt, beginnt ein völlig neuer Zeit – und Lebensabschnitt. Es löst sich, oft das erste Mal, von zu Hause und erlebt neue Bezugspersonen und Spielpartner/innen. Die Umgebung ist noch ungewohnt und muss kennen gelernt und erforscht werden. Viele Eindrücke stürmen auf das „neue“ Kind ein und müssen verarbeitet werden. Oft ist ein Kind anfangs nach 1- 2  Stunden Kindergarten/ Krippe müde und erledigt.

 

Jedes Kind agiert und reagiert auf seine eigene ganz spezifische Weise. Wir erleben immer wieder Kinder, die sich schnell und leicht von der familiären Bezugsperson trennen, andere wiederum brauchen  einen längeren Zeitraum um sich im Kindergarten oder der Krippe  einzugewöhnen.

 

Jedes Kind bekommt in unserer Einrichtung die Zeit, die es braucht.

 

Für uns als Kindergarten – und Krippenteam ist die Eingewöhnungszeit eine sehr wichtige und intensive Phase. Hier lernen wir das Kind und seine Eltern kennen, knüpfen erste Kontakte und  bauen eine vertrauensvolle Bindung auf.

 

Eine gute Eingewöhnung bildet den Grundstock unserer Arbeit und ist von großer Bedeutung und Wichtigkeit. Um dem Kind den Einstieg in den Kita-Alltag zu erleichtern, haben wir ein Konzept zur sanften Eingewöhnung erarbeitet. Dabei spielt die Unterstützung der Bezugsperson/en eine wichtige Rolle.

 

Die Aufgabe der Bezugsperson ist es, während der Eingewöhnungsphase dem Kind Halt und Sicherheit zu geben, zu signalisieren: Ich bin da und ich freue mich wenn du hier spielst.

 

In der Regel dauert die Eingewöhnungszeit 2 bis 3 Wochen. Dieser Zeitraum wird individuell verkürzt oder verlängert, bis sich das Kind an den neuen Tagesablauf gewöhnt hat.

 

Bereits im Vorfeld werden anhand eines Fragebogens beim Anmeldegespräch folgende Aspekte  besprochen:

 

  • Familiensituation

  • Persönlichkeit des Kindes (Spielinteressen, Vorlieben, Abneigungen…)

  • Äußert sich das Kind bereits verbal/ nonverbal?

  • Hat das Kind Ängste, wovor?

  • Bisherige Entwicklung

  • Erfahrungen in der Fremdbetreuung

  • Rituale die Sicherheit geben, z. Bsp. beim Abschied

  • Übergangsobjekt, Kuscheltier?

  • Essverhalten

  • Kulturelle oder religiöse Besonderheiten

  • Krankheiten, Allergien

     

     

    Wichtige Grundsätze und Ablauf der Eingewöhnung, um dem Kind den Start in den Kindergarten – und Krippenalltag zu erleichtern:

                                                                                                  

 

  • Regelmäßiger Besuch in der Eingewöhnungsphase

  • Bezugsperson bleibt die ersten Tage /Wochen mit dem Kind in der Einrichtung  und bietet dem Kind somit verlässliche Sicherheit

  • Bezugsperson verhält sich in der Eingewöhnungsphase zurückhaltend, be“spielt“ auch nicht andere Kinder

  • Nach Absprache mit den Eltern wird der Zeitpunkt der ersten kurzen Trennung (je nach Kind / Situation) vereinbart

  • Ein kurzer, für das Kind aber deutlich erkennbarer Abschied ist wichtig.

  • Die Bezugsperson verlässt den Gruppenraum, bleibt aber in der Kita erreichbar. Das Verhalten Ihres Kindes zeigt, ob der erste Trennungsversuch gelungen ist.

  • Weitere Schritte der Eingewöhnung werden nun ganz individuell auf das Kind abgestimmt: (Tageszeit, Dauer und Anwesenheit)

  • Austausch und Informationen zur Befindlichkeit des Kindes mit der pädagogischen Fachkraft

  • Die pädagogische Fachkraft übernimmt behutsam sensible Aufgaben wie, wickeln oder die Begleitung zur Toilette. Im Krippe kommt zum Wickeln dann noch das Füttern und Schlafenlegen mit dazu.

  • Längere Trennungszeiten werden mit den Eltern vereinbart– die Bezugsperson ist  telefonisch erreichbar.

  • Nach ca. 2 bis 3 Wochen hat sich das Kind eingelebt und die Eltern spüren, dass sich das Kind in der Einrichtung wohl fühlt.

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11.2 Kindergarten/ Krippe

 

Tag 1

Die Mutter/Vater bleibt mit dem Kind für ca. 1-2  Std. im Kindergarten

Erzieherin sucht langsam und behutsam Kontakt zum Kind

Tag 2

Die Mutter/Vater bleibt mit dem Kind für ca. 1-2 Std. im Kindergarten

Erzieherin bietet dem Kind Spielmöglichkeiten und Kontakt an

Tag 3

Die Mutter/Vater bleibt mit dem Kind für ca. 1-2 Std. im Kindergarten

Erzieherin geht auf Bedürfnisse des Kindes ein, ist „zuständig“

Tag 4

Erster Trennungsversuch nach ca. 30 Minuten. Die Mutter/Vater zieht sich in einen anderen Raum zurück. Nach weiteren 30-45 Minuten geht das Kind wieder mit nach Hause

Die Bezugserzieherin ist ständig für das Kind Ansprechpartner und als Spielpartnerin präsent

Tag 5

Weitere Trennungsversuche

Beziehung wird intensiver und vertrauter

Tag 6

Weitere Trennungsversuche

Kind wird mit Erzieherin und Einrichtung vertrauter

Tag 7

Die Mutter/Vater verlässt den Kindergarten und holt das Kind nach ca. 1-2 Stunde wieder ab

Kind wird mit Erzieherin und Einrichtung vertrauter

Tag 8

Die Mutter/Vater verlässt den Kindergarten und holt das Kind nach ca. 1-2 Stunde wieder ab

Kind wird mit Erzieherin und Einrichtung vertrauter

 

 

 

 

 

11.3 Krippe:

 

Auch in der Krippe wird dieses Konzept der sanften Eingewöhnung praktiziert. Dazu kommt noch die behutsame und individuelle Übernahme von Pflegeeinheiten wie wickeln, füttern und schlafen legen.

 

 

 

11.4 Übergang Kindergarten – Schule

 

Um den Kindern einen guten Start in die Schule zu ermöglichen, ist uns die Übergangszeit sehr wichtig und von großer Bedeutung. In enger Zusammenarbeit mit der Kooperationslehrerin bereiten wir die Kinder auf den Schulalltag vor. Bei 2 – 3 Schulbesuchen können die Kinder die Schule und ihr Profil kennen lernen und erhalten einen ersten kleinen Einblick in den Schulalltag. Ein guter und strukturierter Übergang wird sich positiv auf das Kind auswirken und sein Selbstvertrauen stärken.

 

Mit dem Schultütenbasteln, dem Ausflug und Abschlusspicknick mit den Eltern wird dem Kind der Abschied vom Kindergarten bewusst und es kann sich voller Freude auf den neuen Lebensabschnitt freuen.

 

 

 

11.5 Übergang Krippe - Kindergarten

 

Ein guter Übergang von Krippe zu Kindergarten ist uns von großer Wichtigkeit und Bedeutung. Gut begleitete Übergänge stärken die seelische Widerstandskraft und fördern Resilienz.

 

Schon einige Wochen vor Beginn des Wechsels besucht die Bezugserzieherin des Kindergartens das Kind in der Krippe, um ein erstes Kennenlernen zu fördern. Danach begleitet die Bezugserzieherin der Krippe das Kind in den Kindergarten und bleibt für ca. 1 Stunde mit dem Kind in den Räumen des Kindergartens. Auch hier nimmt die Kigaerzieherin Kontakt zu dem Kind auf und festigt die Bindung. Je nach Kind wird die Schnupperzeit ausgeweitet und erste Trennungen von der Krippenerzieherin folgen.  Nach einiger Zeit (nach Bedarf und Interesse des Kindes) wird das Kind wieder in die Krippe zurück gebracht. Parallel dazu findet ein Elternschnuppermittag statt. An diesem Nachmittag treffen sich Kind, Eltern und beide Bezugserzieherinnen im Kindergarten um die Räumlichkeiten zu erleben und Infos über den Tagesablauf zu erhalten.

 

Am Abschiedstag wird in der Krippe Abschied gefeiert und das Krippenkind packt alle seine Utensilien in einen Trolli. Gemeinsam bringt die Krippengruppe das Kind in den Kindergarten, dort wird es von der neuen Bezugserzieherin und einigen Kindern der Stammgruppe  in Empfang genommen.

 

 

 

11.6 Umgang mit Kindeswohlgefährdung

 

Am 01.10.2005 trat das Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK =

 

Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz) in Kraft.

 

Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen, gehört zu den Pflichtaufgaben jeder Kindertageseinrichtung.

 

Sofern gewichtige Anhaltspunkte festgestellt werden, die auf eine Kindeswohlgefährdung hindeuten, ist folgender Ablauf  für unsere Einrichtung vorgesehen: 

 

 

 

  • Schriftliche Zusammenfassung der Anhaltspunkte mit Datum, Uhrzeit und genauer Beobachtung
  • Je nach Reifegrad angemessenes Gespräch mit dem Kind (sofern möglich)
  • Information über die vermutete Kindeswohlgefährdung an die Leitung und den Träger der Einrichtung
  • Gespräch mit den Eltern /Erziehungsberechtigten, wenn dadurch der Schutz des Kindes nicht zusätzlich gefährdet wird
  • Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung mit einer „insoweit erfahrenen Fachkraft“ (kann  zeitlich jederzeit erfolgen, dient zur Einschätzung der Situation und Planung der weiteren Vorgehensweise)

 

 

 

 

 

12. Kooperation mit Eltern

 

 

 

12.1 Erziehungspartnerschaft

 

Ein gutes Miteinander mit den Eltern ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft. Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir die Kinder optimal fördern und begleiten. Wir sehen die Eltern als Experten ihrer Kinder.

 

 

 

12.2 Anmeldegespräch

 

Ca. 4 Wochen vor Kiga – oder Krippenbeginn werden die Eltern zum Aufnahmegespräch eingeladen. Bei der Anmeldung findet der erste Kontakt zwischen Eltern, Kind und Erzieherin statt. Wichtig ist uns hier eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Das Kind hat die Möglichkeit, mit Begleitung der Bezugsperson die Räumlichkeiten zu erkunden, und die Eltern lernen die Bezugserzieherin kennen. Erste Erfahrungen werden ausgetauscht. Oft können im ersten Gespräch Ängste genommen und Eltern beruhigt werden. Die Eltern bekommen bei dieser Gelegenheit die Kindergartenordnung des Landesverbandes, sowie ein Kindergarten – bzw. Krippen ABC mit Infos der Einrichtung.

 

 

 

 

 

12.3 Elternmitwirkung

 

Bei Festen und Feiern sind wir auf die Mithilfe der Elternschaft angewiesen. Ebenso unterstützen uns die Eltern z. Bsp. an den Schminktagen an der Fasnet, als Fahrdienst bei verschiedenen Exkursionen oder als Vorlesepaten bei unserer Aktion „Lesekoffer“

 

 

 

12.4 Elternabend

 

2 –3 x pro Jahr lädt das Kindergarten – und Krippenteam die Eltern zum Elternabend in die Einrichtung ein. Themenschwerpunkte sind zum einen die Elternbeiratswahl, aber vor allem auch pädagogische Themen wie KESS erziehen, Rituale bei Kindern, Kinesiologie usw. Diese Abende werden teilweise durch das Team, aber auch durch Referenten vorbereitet und durchgeführt.

 

12.5 Entwicklungsgespräche, Eingewöhnungsgespräche

 

Eingewöhnungsgespräch:

 

Nachdem das Kind ca. 2 – 3 Monate die Einrichtung besucht, werden die Eltern zum Eingewöhnungsgespräch eingeladen. Die Termine orientieren sich an den Bedürfnissen der Eltern und werden meist nachmittags wahrgenommen.

 

 

 

Entwicklungsgespräch:

 

Immer rund um den Geburtstag des Kindes findet dann das jährliche Entwicklungsgespräch statt. Jede Erzieherin ist für eine bestimmte Anzahl an Bezugskindern zuständig, für die sie einen Entwicklungsbericht erstellt. Stärken und Vorlieben, aber auch mögliche Defizite im Bereich der Sprache, der kognitiven Entwicklung, der sozialen und emotionalen Kompetenz und der Grob- oder Feinmotorik werden so in den unterschiedlichen Altersstufen analysiert, und gemeinsam wird die weitere Vorgehensweise besprochen.

 

 

 

Diese Entwicklungsgespräche basieren auf Beobachtungen in angeleiteten Aktivitäten und der Beobachtung während des Freispiels oder dem Aufenthalt im Garten. Wichtigste Basis aber bildet  das Beobachtungsinstrument Petermann und Petermann. Die Eltern bekommen eine Dokumentation des Entwicklungsgespräches mit nach Hause.

 

 

 

Selbstverständlich haben die Eltern das ganze Jahr über die Möglichkeit, Gesprächstermine zu vereinbaren. Genauso bitten auch wir Eltern zum Gespräch, wenn Auffälligkeiten oder Handlungsbedarf bestehen.

 

 

 

12.6 Elterninfo

 

In regelmäßigen Abständen informieren wir die Eltern über die pädagogische Planung, Termine und Infos rund um den Kindergartenalltag über einen Elternbrief. Im Hausgangsbereich des Kindergartens sind verschiedene Pinwände angebracht, von denen jede eine eigene Funktion hat.

 

Pinwand vor der Bauwelt: Hier haben die Eltern die Möglichkeit sich über pädagogische Schwerpunkte zu informieren. Immer wieder hängen hier auch Fotos von Aktionen oder dem Kindergartenalltag aus.

 

Pinwand vor dem Bistro: Hier sehen Kinder und Eltern, was mittwochs als besonderes „Schmankerl“ angeboten wird

 

Pinwand bei der Kreativwelt: Hier hängen externe allgemeine Infos für die Eltern, wie z. Bsp. die Einladung zu Kleiderbörsen, Vorträgen usw.

 

Pinwand an der Haustüre: Hier sind kindergarteninterne Infos und Anmeldelisten z. Bsp. für Feste und Feiern

 

 

 

Pinwand neben dem Büro: Hier ist das komplette Kindergartenpersonal auf Fotos abgebildet, sowie unsere externen Kräfte wie Sprachförderkraft, Mitarbeiterinnen der Frühförderstelle usw.

 

In der Krippe ist im Eingangsbereich eine große Pinwand an der Krippeninfos und Aushänge zu sehen sind. Ebenso ist auch in de Krippe eine Fotowand mit dem kompletten Team ausgehängt.

 

 

 

In Kindergarten und Krippe läuft tagsüber ein digitaler Bilderrahmen mit einer Fotoshow rund um den Kindergartenalltag (Einverständniserklärung der Eltern liegt vor).

 

 

 

12.7  Elternbeirat

 

Einmal jährlich wird der Elternbeirat für die Gesamteinrichtung gewählt. In ca. 3 Elternbeiratssitzungen treffen sich Team und Elternbeirat zur Planung von Aktionen in Kindergarten oder Krippe.

 

Infos erhält der Elternbeirat regelmäßig per E-Mail.

 

13. Kooperationspartner

 

13.1 Kirchengemeinde

 

Die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde beinhaltet 3 – 4 Gottesdienste/ Jahr, die vom Kindergartenpersonal vorbereitet werden. Der Pfarrer der Gemeinde kommt an St. Martin und kurz vor Ostern in den Kindergarten und gestaltet mit den Kindern eine kurze, vom Kigapersonal vorbereitete  Einheit zum jeweiligen Thema.

 

Einmal jährlich machen die Kinder einen kleinen Auftritt am Schlachtfest der Kirchengemeinde.

 

 

 

13.2 Schule

 

Die Zusammenarbeit zwischen dem Kindergarten und der Schule funktioniert seit vielen Jahren sehr gut. Wir kooperieren eng mit der Grundschule in Lauffen. Zum Ende des  Kindergartenjahres findet bereits ein erstes Treffen zur Planung der Kooperation für das neue Kindergartenjahr statt.

 

Ziele unserer Zusammenarbeit sind

 

  • Gleitender Übergang vom Kindergarten in die Grundschule
  • Regelmäßiger pädagogischer Austausch
  • Gemeinsame Kriterien für die Schulfähigkeit
  • Fördern und Fordern des einzelnen Kindes
  • Sozial-emotionale Stärkung des Kindes

 

 

 

Im Hinblick auf eine optimale Vorbereitung des Übergangs vom Kindergarten in die Schule ist die Zusammenarbeit in den letzten Jahren intensiver geworden und soll stetig ausgebaut werden.

 

 

 

 

 

13.3 Frühförderstelle

 

Ansprechpartner bei Entwicklungsauffälligkeiten ist für uns die Frühfördestelle in Rottweil mit folgendem Leistungsangebot

 

 

 

  • Allgemeine Informationen

  • Entwicklungsdiagnostik

  • Förderung im Kindergarten, einzeln oder in der Kleingruppe

  • Elternberatung

  • Beratung von Team und Träger

     

    13.4 Sprachförderung

 

Für die Sprachförderung ab dem ersten Kindergartenjahr kann der Träger unter dem Dach von SPATZ zwei Förderwege wählen: die intensive Sprachförderung (ISK) und/oder Singen-Bewegen-Sprechen (S-B-S). Für unseren Kindergarten wurden 2 SBS – Gruppen, sowie eine Fördergruppe ISK beantragt.

 

13.5 Kindergärten

 

Wir kooperieren mit den Kindergärten in Deißlingen. Berührungspunkte sind:

 

  • gemeinsame QM – Sitzungen

  • Leiterinnenkonferenzen

  • 1 x jährlich AG - Nachmittag

  • Fasnetsumzug

  • Planung und Durchführung der Ferienbetreuung

     

    Enge Kooperation besteht auch mit dem Schulkindergarten Arche Noah (Träger ist die Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn). Die Einrichtung ist im oberen Stockwerk unseres Gebäudes untergebracht. Berührungspunkte sind:

  • gemeinsame Gartennutzung

  • 1 x jährlich gemeinsame Teamsitzung

  • gemeinsame Feste und Feiern (Fasnet, St. Martin, Nikolaus)

     

    13.6 Fachberatung

    Zuständig für unsere Einrichtung ist die Fachberatungsstelle des katholischen Landesverbandes in Tuttlingen. Berührungspunkte sind:

  • Leiterinnenkonferenz

  • Unterstützung und Beratung bei der pädagogischen Weiterentwicklung

  • Hilfe und Unterstützung bei der Dienstplangestaltung

  • Vermittlung und Organisation von Referenten für Inhouse – Seminare

     

    13.7. Verwaltungszentrum Rottweil

    Die kath. Kirchengemeinde ist dem Verwaltungszentrum Rottweil angeschlossen. Berührungspunkte sind:

  • personelle Besetzung, Verträge

  • Verwaltung

  • Vorbereitung von Sitzungsbeschlüssen

     

    13.8 Jugendamt

    Berührungspunkte:

  • Kindeswohlgefährdung

  • Pflegekinder

     

    13.9 Vereine (Narrenzunft, Musikverein)

    Gerne arbeiten wir auch mit den Vereinen im Dorf zusammen

    Berührungspunkte sind:

  • Besuche der Narren an der Fasnet

  • Mitwirkung beim Dorffest

  • Mitwirkung bei Festumzügen

     

 

14. Zusammenarbeit im Team

 

14.1 Was heißt für uns Teamarbeit

 

  • Gemeinsame Werte erarbeiten, die auf eine fachliche und persönliche Weiterentwicklung ausgerichtet sind

  • Eine positive, zielbewusste Einstellung vertreten

  • Sich für das Profil der Einrichtung verantwortlich fühlen

  • Vorhandenes Potenzial sehen und Schritt für Schritt ausbauen

  • Gemeinsam reflektieren

  • Im konstruktiven Dialog sein

  • Fachliche Weiterentwicklung als Ziel für die eigene Person sehen

  • Fachliche Neugierde, aktive Vorschläge machen

  • Weiterkommen wollen

  • Konzeptionelle Ideen entwickeln

     

    FÜREINANDER DA SEIN!!

     

     

     

    14.2 Teamsitzung

    In wöchentlichen Teamsitzungen, ca. 2 Std.  treffen sich die Erzieherinnen(separate Treffen von Kiga bzw. Krippe), um momentane Themen, Aktivitäten und aktuelle Planungen und Veranstaltungen zu besprechen. Vor Festen und Feiern, wichtigen pädagogischen Veränderungen oder zur konzeptionellen Weiterentwicklung trifft sich das Gesamtteam zur Dienstbesprechung. Wichtig ist uns dabei, Stärken und Ressourcen der einzelnen Teammitglieder auszuschöpfen. Durch Konzeptionsarbeit ist es uns möglich, gemeinsame Ziele auszuformulieren und daran zu arbeiten. Halbjährlich reflektieren wir unsere Arbeit, schauen, wo wir stehen, schauen wohin wir wollen und überlegen gemeinsam Wege, ans Ziel zu kommen und Entwicklungspunkte in unserer pädagogischen Arbeit zu erreichen. Teile der pädagogischen Arbeit teilen wir je nach Fähigkeit und Stärken der einzelnen Teammitglieder auf.

    Einen Teil der wöchentlichen Teamsitzung verwenden wir für den kollegialen Austausch zur Auswertung der Beobachtungen im Kleingruppenteam

     

    14.3 Planungstage

    Unsere zwei Planungstage pro Jahr unterliegen meist einem pädagogischen Schwerpunkt. (Beobachtung, Elternarbeit, Konzeption, Tagesablauf...) Neben der allgemeinen Organisation ist uns vor allem unser pädagogisches Vorankommen von großer Bedeutung und Wichtigkeit. Mit kleinen Einheiten zur Teambildung beginnen wir den Planungstag, mit einer Reflektionsrunde beenden wir ihn. Mit unterschiedlichster Methodik erarbeiten wir unser jeweiliges pädagogisches Thema.

     

    14.4 Aufgabenbeschreibung der Fachkräfte

    6 Teammitglieder sind vollbeschäftigt, alle anderen Kolleginnen sind teilzeitbeschäftigt.

    Die Leiterin ist zu 80% freigestellt und für die Leitung und das Qualitätsmanagement der Gesamteinrichtung zuständig.

     

 

Aufgabenbereich für alle Teammitglieder

 

  • Beobachtung, Dokumentation

  • Begleitung der Übergänge

  • Gestaltung Morgenkreis / Kinderrunde

  • Aktivitäten mit Kleingruppen

  • Planung und Organisation der Elternabende, Feste und Feiern

  • Freispielbegleitung

  • Organisation und Weiterentwicklung des Funktionsbereiches

  • Elterngespräche

     

    14.5 Mitarbeiterinnengespräche

    Einmal jährlich lädt die Kindergartenleitung alle Kolleginnen zum Mitarbeiterinnengespräch ein (Dauer ca. 1 Stunde). Zur Vorbereitung erhält die Mitarbeiterin einen Fragebogen. Gesprächsinhalt:

  • persönliche Weiterentwicklung

  • eigene Stärken

  • Bereiche in denen die Mitarbeiterin Unterstützung oder fachliche Anleitung braucht

  • Aufgabenbereich

  • Zusammenarbeit mit der Leitung

  • Eigene Stellung und Wohlbefinden im Team

  • Zufriedenheit am Arbeitsplatz

  • Anliegen

  • Verbesserungsvorschläge

  • Ziele

     

    Nach dem Gespräch wird ein Protokoll erstellt und als Vorlage  und Reflektionsbogen für das Gespräch im nächsten Jahr wieder verwendet

 

 

 

 

 

15. Qualitätsmanagement

 

15.1 Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit

 

Obwohl wir unsere Arbeit als pädagogisch wertvoll und hochqualifiziert sehen, möchten wir nicht stehen bleiben, nicht den Blick nach vorne verlieren. Wir möchten den hohen Standard der Prozess–, Struktur- und Ergebnisqualität unserer Einrichtung weiter halten und entwickeln. Dazu gehören Fortbildungsmaßnahmen für alle Teammitglieder, sowie genügend Zeit für pädagogische Planungen und Auseinandersetzungen. Laufende konzeptionelle Überlegungen der Prozess- und Strukturfragen führen zu kontinuierlicher Weiterentwicklung unserer Arbeit.

 

 

 

15.2 Fortbildung /Weiterbildung

 

Inhouse – Seminare

 

Einmal pro Jahr findet für die Gesamteinrichtung ein sogenanntes Inhouse – Seminar statt. An diesen Tagen ( oft Freitag und Samstag) bleibt die Einrichtung für alle Kinder geschlossen.

 

Themen der letzten Jahre:

 

  • Teambildung

  • Beobachtung

  • Räume gestalten

  • Bildungs – und Lerngeschichten

     

    15.3 Beschwerdemanagement

     

    Ohne Beschwerden keine Qualität!!!

     

    Das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz verankert Beteiligung und Beschwerdemöglichkeit von Kindern in Einrichtungen. Wichtig ist uns, dass sich sowohl die Kinder, als auch deren Eltern in allen Anliegen, Wünschen und Beschwerden ernst genommen fühlen. Beschwerden und Anregungen von Kindern und Eltern sehen wir als Verbesserungsmerkmale unserer täglichen Arbeit. Durch die enge und vertrauensvolle Bindung und Zusammenarbeit mit den Kindern und deren Eltern möchten wir eine Atmosphäre schaffen, in der Kinder und Eltern mit allen Anliegen bei uns Gehör finden.

     

    Alle Kinder haben grundsätzlich ein Beteiligungsrecht und ein Beschwerderecht in den Einrichtungen (Bundeskinderschutzgesetz)

     

    Beschwerdemöglichkeit für Kindergartenkinder:

    Je nach Entwicklungsstand beziehen wir die Kinder in Entscheidungen über aktuelle Themen,  Tagesablauf und Gestaltung der Räume und Spielbereiche mit ein. Regeln werden gemeinsam besprochen und vereinbart. Durch die Möglichkeit zur Beschwerde und deren gemeinsamer Bearbeitung entwickeln die Kinder Erfahrung von Teilhabe und Selbstwirksamkeit. Kinder haben das Bedürfnis mitzugestalten, etwas zu verändern und zu kommunizieren. Jedes noch so kleine Problem (Beschwerde) wird von uns ernst genommen und mit dem Kind gemeinsam nach einer Lösungsmöglichkeit gesucht. Kinder sollen sich aktiv in den Tagesablauf einbringen und durch ihre Beschwerden und Anregungen Rechte erhalten, aber auch Pflichten übernehmen. Neben der Präsenz im Freispiel haben die Kinder in der täglichen Kinderrunde die Möglichkeit, über ihre Beschwerden, Wünsche und Anregungen zu sprechen. In Gesprächsrunden werden aktuelle Themen immer wieder angesprochen und alle Kinder haben die Möglichkeit, sich im Rahmen ihrer Sprachentwicklung zu äußern. Beschwerden, die die ganze Gruppe betreffen, bearbeiten wir auch in der Kinderrunde.

     

    Beschwerdemöglichkeit für Krippenkinder

    Da Krippenkinder sich oft noch nicht verbal äußern können oder auch noch nicht in der Lage sind ihre Belange zu artikulieren, ist es die Aufgabe des Krippenteams, durch Beobachtungen die Wünsche, Interessen, Bedürfnisse oder auch Unzufriedenheit der Kinder wahrzunehmen und darauf einzugehen. Ist ein Kind z. Bsp. fertig mit dem Essen und möchte wieder spielen gehen, zeigt es über Körperhaltung, dass es vom Stuhl runter möchte.

    Die Erzieherin achtet auf Willensäußerungen, Äußerungen von Unmut und Missfallen und reagiert darauf . So erfahren wir die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder. In kleinen Gesprächs- Fragerunden können auch schon Krippenkinder befähigt werden, zu benennen ob ihnen etwas gut gefallen hat, ob ihnen etwas geschmeckt hat oder ob sie Spaß an einem Angebot hatten.

     

    Beschwerdemöglichkeit für Eltern

    Eltern haben in Tür- und Angelgesprächen während der Hol- und Bringzeit die Möglichkeit zur Beschwerde. Ein Tagesordnungspunkt bei ca. 2 Elternabenden im Jahr und allen Elternbeiratssitzungen beinhaltet immer Anregungen, Wünsche und Kritik der Eltern. Wünschen die Eltern ein zusätzliches Gespräch, ist jederzeit eine Terminvereinbarung mit der Gruppenleitung oder der Kindergartenleitung möglich.

    Alle zwei Jahre wird vom Träger eine Bedarfsumfrage zu Kindergartenöffnungszeiten durchgeführt. Auch hier haben die Eltern die Möglichkeit zu Kritik und Anregungen.

    Beschwerden von Eltern werden von allen Mitarbeiterinnen aufgenommen und wenn möglich sofort reagiert. Eine kleine Beschwerdenotiz wird abgeheftet (siehe Anhang). Kann der Beschwerde der Eltern nicht gleich nachgegangen werden, bzw. überschreitet die Beschwerde den Kompetenzbereich der jeweiligen Mitarbeiterin, gibt sie diese die Beschwerde an die Leitung weiter.

    Bei Beschwerden, die nicht ganz klar sind, fragen wir noch einmal nach. Bei Beschwerden, die für uns trotzdem unklar bleiben, stellen wir uns folgende Fragen.

    Was möchten mir die Eltern sagen?

    Was kann ich von den Eltern lernen, was ich aus meiner Perspektive nicht erkennen kann?

    Was wissen die Eltern genauer über die Bedürfnisse ihrer Kinder?

     

    In vertrauensvoller und gegenseitig respektierender Haltung schaffen wir so einen Kindergartenalltag, der allen Beteiligten das Recht und Möglichkeit zu Veränderung und Weiterentwicklung gibt.

    Unser  Beschwerdemanagement ist ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung unserer Arbeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Konzeption für Kindergarten und –krippe beschreibt unsere aktuelle Situation im Kindergarten und der Kinderkrippe. Sie ist als laufender Prozess zu verstehen, der kontinuierlich weitergeführt wird.

 

 

 

 

 

 

Zum Nachdenken

 

 

Der Herr will mich nicht schlafend finden,
wenn er kommt –
und er kommt täglich zu mir
als meine Schwester, als mein Bruder.
Wach und aufmerksam soll er mich finden
für ihre Sorgen und Nöte,
für ihre Freuden und Hoffnungen.
Er will nicht, dass ich resigniere
bei den Problemen in Gesellschaft und Kirche,
kritisch beobachten soll ich alles
und mich einbringen mit meinen Fähigkeiten.
Aber der Herr gönnt mir auch den Schlaf und die Muße,
er weiß um meine Begrenztheit
und das nötige Gleichgewicht von Aktivität und Ruhe.

Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Informationen